Wie wirkt sich die DSGVO auf Sie aus?

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) betrifft alle Shopify-Händler, die in Europa ansässig sind oder europäische Kunden bedienen. Während Shopify alles daransetzt, den Anforderungen zu entsprechen, und es seinen Händlern ermöglicht, ebenfalls den Anforderungen der DSGVO sofort am 25. Mai 2018 gerecht zu werden, muss darauf hingewiesen werden, dass die DSGVO auch Maßnahmen Ihrerseits unabhängig von der Shopify-Plattform erforderlich macht.

Shopify möchte Händlern helfen, sich ideal zu positionieren, um das Gesetz einhalten zu können. Dieser Artikel enthält Fragen, die Sie berücksichtigen sollten und die Ihnen dabei helfen sollen, Ihre Verpflichtungen zu ermessen, um sicherzustellen, dass Sie Ihr Geschäft gesetzeskonform eingerichtet haben.

Dies ist jedoch keine Rechtsberatung. Die DSGVO ist eine komplizierte Verordnung und wird für verschiedene Händler unterschiedlich gelten. Sie sollten einen Anwalt konsultieren, um herauszufinden, was Sie konkret tun müssen.

Informationen zur Verarbeitung von Datenanfragen finden Sie unter Verarbeitung von DSGVO-Datenanfragen.

Warum kann Shopify die DSGVO-Konformität für die Händler nicht handhaben?

Die DSGVO erlegt verschiedene Verpflichtungen für Datenverantwortliche und Datenverarbeiter auf. Als Datenverarbeiter erfüllt Shopify seine eigenen gesetzlichen Verpflichtungen gemäß der DSGVO. Händler (als Verantwortliche) haben jedoch auch eigene gesonderte Verpflichtungen, die sie beachten müssen.

Shopify bietet Händlern eine Plattform, die so konfiguriert werden kann, dass sie der DSGVO entspricht. Sie müssen sich jedoch selbst überlegen, wie Sie Ihr Unternehmen führen möchten.

Zur weiteren Orientierung haben die folgenden Verordnungsgeber in der Europäischen Union spezifische Leitlinien zur DSGVO bereitgestellt:

Sammeln von persönlichen Daten

Die DSGVO schützt die Grundrechte von Personen innerhalb der Europäischen Union in Bezug auf die Verarbeitung personenbezogener Daten.

Beispiele für persönliche Daten sind:

  • Name
  • Adresse
  • E-Mail-Adresse
  • Social-Media-Konto
  • Digitale Kennung wie eine IP-Adresse oder eine Cookie-ID.

Denken Sie über die folgenden Fragen nach:

  • Erheben Sie persönliche Daten von Kunden in Europa? Die meisten Webseiten sind für Einwohner Europas verfügbar und fallen somit unter die DSGVO.
  • Wenn Ihr Geschäft Apps oder Themes von Drittanbietern verwendet, erfolgt die Erfassung und Verarbeitung der Daten in Übereinstimmung mit der DSGVO? Um diesen Vorgang zu vereinfachen, fordert Shopify von allen Apps, dass sie eine Datenschutzerklärung veröffentlichen, in der ihre Datenverarbeitungspraktiken detailliert beschrieben werden, damit Sie beurteilen können, ob Sie mit den Datenpraktiken dieser App zufrieden sind. Die von Shopify entwickelte Apps fallen unter den Datenverarbeitungszusatz und Shopify ist für deren Konformität verantwortlich.
  • Erfolgt die Datenerfassung und Datenverarbeitung durch die von Ihnen verwendeten Kanäle und Zahlungsgateways in Übereinstimmung mit der DSGVO? Sie sollten nachfragen, um sicherzustellen, dass dies der Fall ist.
  • Verfügen Sie über eine Liste aller Arten von persönlichen Daten, die Sie von Ihren Kunden erfassen, und über alle Arten, in denen Sie diese Daten verwenden? Gemäß Artikel 30 der DSGVO müssen Sie eine aktuelle Übersicht Ihrer Datenpraktiken haben.

Datenschutzerklärung

Die DSGVO (insbesondere die Artikel 12 bis 14) schreibt vor, dass Sie Personen, deren Daten Sie verarbeiten, bestimmte Informationen zur Verfügung stellen, im Allgemeinen in Form einer Datenschutzerklärung oder Datenschutzrichtlinie.

Sie können den (englischsprachigen) Generator für Datenschutzrichtlinien verwenden, um damit zu beginnen. Sie finden ihn in Ihren Einstellungen unter Checkout oder online.

Denken Sie über die folgenden Fragen nach:

  • Haben Sie auf Ihrer Website eine Datenschutzrichtlinie, die alle Informationen enthält, die Sie gemäß der Verordnung bereitstellen müssen? Beinhaltet diese zumindest, wie Kunden mit Ihnen in Bezug auf Datenschutzfragen in Kontakt treten können und wie Kunden ihre Rechte ausüben können, zum Beispiel das Recht auf Löschung oder Berichtigung (Änderung oder Korrektur) ihrer Daten und das Recht darauf zuzugreifen?
  • Steht in Ihren Datenschutzrichtlinien, dass Shopify die persönlichen Daten Ihrer Kunden für automatisiertes Risiko- und Betrugs-Scoring verwenden darf? Die DSGVO schreibt vor, dass Sie angeben, wann Sie (oder Ihre Dienstleister) ihre Informationen in Verbindung mit automatisierter Entscheidungsfindung verwenden. Shopify nutzt die persönlichen Informationen Ihrer Kunden, um bestimmte Transaktionen, die durch automatisierte Entscheidungen als betrügerisch erscheinen, zu blockieren. Shopifys (englischsprachiger) Generator für Datenschutzrichtlinien enthält diese Informationen. Weitere Informationen zu diesem System finden Sie unter Automatisierte Entscheidungsfindung.

Ernennung eines Datenschutzbeauftragten

Ein Datenschutzbeauftragter (DSB) überwacht, wie Ihre Organisation persönliche Daten erfasst und verarbeitet. Wenn Sie mit Ihrem Unternehmen Online-Tracking in großem Umfang betreiben, schreibt die DSGVO vor, dass Sie einen DSB einsetzen und Kontaktinformationen für den DSB in Ihrer Datenschutzrichtlinie angeben.

Die DSGVO enthält spezifische Aufgaben, die ein DSB erfüllen muss, z. B. die Durchführung von Datenschutz-Folgenabschätzungen, wenn Ihre Organisation die Art, wie persönliche Daten erfasst und verarbeitet werden, ändert. Der DSB kann eine interne Person sein, die über Kenntnisse in Bezug auf die DSGVO und Datenschutzanforderungen verfügt, Sie können jedoch auch mit einem Berater oder einer Firma zusammenzuarbeiten, die dann als externer DSB fungiert.

Denken Sie über die folgenden Fragen nach:

  • Wie viele Menschen sind von Tracking-Technologien in Ihrem Shop betroffen? Dazu können verhaltensorientierte Werbungs-Apps oder sogar Retargeting-Apps gehören. Ob die Anzahl der betroffenen Personen "umfangreich" ist oder nicht, ist eine rechtliche Entscheidung, und Sie sollten sich je nach Ihren Umständen mit einem Anwalt beraten.
  • Sollten Sie freiwillig einen DSB einsetzen? Selbst wenn Sie gesetzlich nicht verpflichtet sind, einen DSB einzusetzen, sollten Sie dies, wenn Ihre Präsenz in Europa groß genug ist, unter Umständen freiwillig tun, um sicherzustellen, dass Sie die Daten Ihrer Kunden ausreichend schützen.

Datenverarbeitungsvereinbarungen

Artikel 28 schreibt vor, dass Sie, wenn Sie als Datenverantwortlicher im Rahmen der DSGVO einen Datenverarbeiter (wie Shopify) mit der Verarbeitung der Daten Ihrer Kunden beauftragen, strenge vertragliche Anforderungen auferlegen, was die Verwendung und Verarbeitung dieser Daten betrifft. Dies geschieht in der Regel über einen Data Processing Addendum oder DPA.

Shopify hat automatisch eine Datenverarbeitungsvereinbarung (https://www.shopify.com/legal/dpa) in seine Nutzungsbedingungen aufgenommen, in der die Anforderungen von Artikel 28 behandelt werden.

Die Beziehung von Shopify Plus-Händlern zu Shopify wird von ihren ausgehandelten Verträgen geregelt. Plus-Händler können ein Data Processing Addendum unterschreiben, um ihren Anforderungen gerecht zu werden. Shopify Plus-Händler, die kein Data Processing Addendum unterzeichnen, unterliegen dem Online Data Processing Addendum von Shopify.

Denken Sie über die folgenden Fragen nach:

  • Sind andere Datenverarbeiter, mit denen Sie außerhalb von Shopify zusammenarbeiten, vertraglich verpflichtet, die Daten Ihrer Kunden zu schützen? Viele Apps von Drittanbietern, Kanälen, Payment Gateways oder anderen Datenverarbeitern nehmen automatisch eine Datenverarbeitungsvereinbarung in ihre Bedingungen mit auf. Haben Sie sich mit jedem dieser Drittanbieter beraten?

  • Sind Sie ein Plus-Händler mit einem ausgehandelten Vertrag? Wenn Sie ein Data Processing Addendum (DPA) unterzeichnen möchten, wenden Sie sich an Ihren Merchant Success Manager. Sie können Ihnen Shopifys Vorlage der DPA zum Signieren zur Verfügung stellen.

Zustimmung des Kunden

Gemäß der DSGVO müssen Sie möglicherweise die Einwilligung Ihrer Kunden zur Verarbeitung der personenbezogenen Daten einholen oder ändern, wie Sie diese Zustimmung derzeit erhalten.

Beispielsweise müssen Sie möglicherweise die Zustimmung Ihrer Kunden einholen, wenn Sie Ihren Kunden Marketingnachrichten senden oder wenn Sie Online-Werbung oder Retargeting-Apps verwenden.

Wenn Sie eine Zustimmung einholen müssen, besagt die DSGVO, dass:

  • Sie freiwillig erfolgen muss: Sie muss völlig freiwillig sein und sollte nicht mit anderen Waren oder Dienstleistungen gebündelt werden.
  • Sie spezifisch sein muss: Sie muss an klar erklärte Anwendungsfällen gebunden sein.
  • Der Betroffene informiert sein muss: Sie kann nur gegeben werden, wenn die betroffene Person ausreichend darüber informiert wird, welche persönlichen Daten erfasst und verwendet werden.
  • Sie eindeutig sein muss: Sie muss durch eine bestätigende Handlung des Händlers erfolgen (das heißt, einfach die Dienste weiter zu benutzen, reicht nicht aus).

Dies bedeutet, dass der Kunde detaillierte Informationen über den speziellen Anwendungsfall erhalten muss und dass er bestätigende Handlungen durchführen muss, um seine Zustimmung zu zeigen.

Wenn Sie Ihren Kunden schließlich die Möglichkeit bieten, ihre Zustimmung zu erteilen, schreibt die DSGVO weiter vor, dass Ihre Kunden auch die Möglichkeit geben müssen, ihre Zustimmung zu widerrufen. Dies kann oft durch eine Abmeldefunktion erreicht werden. Wenn Sie Fragen dazu haben, wann und wie Sie die Zustimmung zur Erhebung persönlicher Daten einholen müssen oder in welchem Umfang Ihre Kunden ihre Zustimmung widerrufen dürfen, sollten Sie mit einem Anwalt sprechen, der mit den Datenschutzgesetzen vertraut ist.

Die Zustimmung ist jedoch nur eine von vielen Rechtsgrundlagen in der DSGVO, die die Verarbeitung persönlicher Daten rechtfertigen können. Sie können persönliche Daten auch verarbeiten, um vertragliche Anforderungen zu erfüllen, oder wenn Sie gesetzlich dazu verpflichtet sind, Daten zu verarbeiten.

Einige europäische Regulierungsbehörden haben vorgeschlagen, dass, wenn Sie zuerst um Zustimmung bitten und Ihr Kunde ablehnt bzw. zustimmt, aber dann seine Zustimmung zurückzieht, Sie sich möglicherweise nicht mehr auf andere Rechtsgrundlagen verlassen können, um persönliche Daten zu verarbeiten. Daher sollten Sie sich nur in den Fällen auf die Zustimmung verlassen, in denen Sie nicht beabsichtigen (oder dies nicht notwendig ist), sich auf eine andere Rechtsgrundlage zur Verarbeitung persönlicher Daten zu stützen.

Denken Sie über die folgenden Fragen nach:

  • Welche rechtliche Grundlage haben Sie für die jeweils unterschiedlichen Arten der Nutzung oder Verarbeitung Ihrer Kundendaten? Erfolgt die Datenverarbeitung basierend auf ihrer Zustimmung? Erfolgt die Verarbeitung Sie, weil Sie dem Kunden gegenüber eine vertragliche Verpflichtung zu erfüllen haben? Erfolgt die Verarbeitung, um Ihre berechtigten Geschäftsinteressen zu fördern? Sie sollten die Rechtsgrundlage in der Übersicht Ihrer Datenpraktiken erfassen, die unter Sammeln von persönlichen Daten beschrieben wird.
  • Ist die Zustimmung, die Sie erhalten, in den Fällen, in denen Sie auf die Zustimmung angewiesen sind, mit den Waren oder Dienstleistungen gebündelt, die Sie anbieten? Zum Beispiel sind Aussagen wie by purchasing these goods, you agree to our use of your personal information möglicherweise im Rahmen der DSGVO nicht mehr erlaubt.
  • Machen Sie detaillierte Angaben darüber, wie Sie die umstrittenen persönlichen Daten verwenden werden, um sicherzustellen, dass Sie von dem Kunden eine informierte Zustimmung erhalten?
  • Wird die Zustimmung des Kunden aufgezeichnet und irgendwo gespeichert?
  • Benötigen Sie eine Zustimmung, um Marketingmitteilungen an Ihre Kunden zu senden? Selbst wenn Sie keine Zustimmung gemäß der DSGVO benötigen, verlangen lokale Gesetze unter Umständen von Ihnen, dass Sie die Zustimmung einholen, um Marketingmitteilungen an Ihre Kunden zu senden. Sprechen Sie mit einem Anwalt über die spezifischen Anforderungen, die für Ihr Geschäft gelten könnten.
  • Wenn Sie der Ansicht sind, dass Sie die Zustimmung zum Senden von Marketingmitteilungen benötigen, ist das Kontrollkästchen für die Marketing-Zustimmung für Ihr Geschäft standardmäßig deaktiviert? Überlegen Sie sich, Ihren Shop so einzurichten, dass das Kontrollkästchen für die Marketing-Zustimmung, das Ihre Kunden sehen, nicht bereits im Vorfeld standardmäßig aktiviert ist, um sicherzustellen, dass Ihre Kunden eine bestätigende Handlung durchführen müssen, um Ihre Zustimmung zu geben.

Zustimmung der Eltern

Die DSGVO enthält spezifische Anforderungen, was die Zustimmung der Eltern angeht in Bezug auf die Verarbeitung persönlicher Daten von Benutzern unter 16 (dieses Alter kann in bestimmten Ländern niedriger sein).

Denken Sie über die folgenden Fragen nach:

  • Müssen Sie ändern, wie Sie Kundendaten verarbeiten, indem Sie entweder keine Daten von Benutzern unter 16 Jahren mehr verarbeiten oder vor der Verarbeitung die Zustimmung der Eltern einholen müssen? Sie können dies tun, indem Sie Benutzern unter 16 Jahren den Zugriff auf Ihre Seite verbieten. Dies kann entweder mit einer App zur Altersbestimmung aus dem Shopify App Store erfolgen, oder indem Sie die Besucher auffordern, zu bestätigen, dass sie volljährig sind.

Automatisierte Entscheidungsfindung

Die DSGVO schreibt vor, Händler zu benachrichtigen, wenn Sie ihre persönlichen Informationen verwenden, um irgendwelche automatisierte Entscheidungen vorzunehmen.

Automatisierte Entscheidungsfindung bedeutet, mithilfe automatischer Algorithmen zu entscheiden, ob eine Person für bestimmte Dienstleistungen oder Angebote berechtigt ist, ob ihr ein bestimmter Preis berechnet werden soll oder die Person voraussichtlich an bestimmten Arten von Waren oder Dienstleistungen interessiert ist.

Wenn Sie irgendwelche Prozesse verwenden, bei denen vollautomatische Entscheidungsfindungen (das heißt, ohne menschliches Zutun) stattfinden, die für den Kunden eine erhebliche rechtliche Auswirkung haben, benötigen Sie die Zustimmung des Kunden.

Prozess Anforderung
Automatisierte Entscheidungsfindung Benachrichtigungen
Vollautomatische Entscheidungsfindung mit erheblicher rechtlicher Auswirkung Zustimmung

Shopify führt im Allgemeinen keine vollautomatischen Entscheidungsfindungen mit den persönlichen Daten Ihrer Kunden durch.

Die einzige Ausnahme ist das Risiko- und Betrugs-Screening von Shopify, bei dem Shopify möglicherweise nach einer bestimmten Anzahl fehlgeschlagener Zahlungsversuche automatisch eine Zahlungskartennummer oder IP-Adresse blockiert. Shopify ist nicht der Ansicht, dass dies eine erhebliche rechtliche Auswirkung auf Kunden hat, da die automatische Sperrung nur für kurze Zeit erfolgt.

Denken Sie über die folgenden Fragen nach:

  • Haben Sie in Ihre Datenschutzrichtlinie aufgenommen, dass das Risiko- und Betrugs-Screening von Shopify die persönlichen Daten von Kunden für die automatisierte Entscheidungsfindung verwenden könnte? Weitere Informationen zu den automatisierten Entscheidungsfindungs-Praktiken von Shopify finden Sie in Abschnitt 13 der Datenschutzrichtlinie. Sie sollten sich, basierend auf Ihren besonderen Umständen, auch von einem Anwalt bestätigen lassen, dass dieser Service keine erheblichen rechtlichen Auswirkungen auf Ihre Kunden hat.
  • Verwenden Sie irgendwelche Apps von Drittanbietern, die möglicherweise automatisierten Entscheidungsfindungen betreiben? Sie sollten besonders die Risiko- und Betrugsdienste von Drittanbietern überprüfen, die Sie in Verbindung mit Ihrem Shop verwenden, oder jegliche Art von Marketing-- oder Werbe-Apps, die Profile oder Zielsegmente Ihrer Kunden erstellen.
  • Wenn Sie Apps von Drittanbietern verwenden, die automatisierte Entscheidungsfindung betreiben, müssen Sie dann Ihre Kunden benachrichtigen oder die Zustimmung zur Benutzung dieser Apps einholen?

Benachrichtigung bei Datenschutzverletzungen

Wenn die DSGVO auf Sie zutrifft und Sie eine Datenverletzung feststellen, müssen Sie möglicherweise betroffene Benutzer oder bestimmte Regulierungsbehörden benachrichtigen.

Insbesondere fordert die DSGVO eine Benachrichtigung, wenn eine Datenschutzverletzung mit großer Wahrscheinlichkeit ein hohes Risiko der Beeinträchtigung der Rechte und Freiheiten von Einzelpersonen birgt.

Dies ist vermutlich der Fall, wenn die Informationen, die durch die Datenverletzung erhalten wurden:

  • Zahlungsdetails enthalten.
  • Benutzt werden könnten, um peinliche oder persönliche Informationen preiszugeben.
  • Benutzt werden könnten, um auf die Konten oder Dienstleistungen einer Einzelperson zuzugreifen.

Gegebenenfalls müssen Sie dies innerhalb von 72 Stunden nach Bekanntwerden der Verletzung mitteilen.

Denken Sie über die folgenden Fragen nach:

  • Haben Sie mit einem Anwalt gesprochen, um festzustellen, welche der von Ihnen erfassten Informationen möglicherweise erfordern, dass Sie eine Benachrichtigung schicken, wenn Sie eine Datenschutzverletzung feststellen?
  • Haben Sie einen Reaktionsplan für Ihr Unternehmen im Falle einer Datenschutzverletzung, damit Sie auf ein solches Ereignis vorbereitet sind?
  • Zahlungsdetails enthalten.
  • Benutzt werden könnten, um peinliche oder persönliche Informationen preiszugeben.
  • Benutzt werden könnten, um auf die Konten oder Dienstleistungen einer Einzelperson zuzugreifen.

Die DSGVO stellt Anforderungen an ein Unternehmen, das Drittanbieter und Dienstanbieter zur Verarbeitung der personenbezogenen Daten seiner Nutzer verwendet.

Shopify lässt die Daten Ihrer Kunden von einer Reihe von Auftragsverarbeitern verarbeiten. Weitere Informationen zu den Auftragsverarbeitern von Shopify finden Sie unter Auftragsverarbeiter von Shopify.

Denken Sie über die folgenden Fragen nach:

  • Haben Sie die Datenschutzpraktiken der von Ihnen verwendeten Anbieter und Dienstanbieter, einschließlich Shopify, daraufhin überprüft, ob sie die personenbezogenen Daten Ihrer Kunden angemessen schützen?

Apps von Drittanbietern

Die DSGVO schreibt vor, dass Sie eine Reihe von zustimmenden Schritten in Bezug auf die Erfassung und Nutzung personenbezogener Daten durch Ihre und Ihre Drittanbieter unternehmen. Dazu gehören Shopify, aber auch Apps von Drittanbietern, die Sie möglicherweise in Verbindung mit Ihrem Shopify Store verwenden.

Shopify hat Maßnahmen ergriffen, um Ihnen zu verdeutlichen, auf welche persönlichen Daten die von Ihnen installierten Apps zugreifen können.

Schritte:

  1. Klicken Sie im Shopify-Adminbereich auf Apps.

  2. Klicken Sie in der App, für die Sie Berechtigungen überprüfen möchten, auf Details anzeigen.

Sie können App-Berechtigungen auch überprüfen, bevor Sie eine App auf dem Installationsbildschirm im App Store installieren.

Darüber hinaus gibt es im App Store für jede App einen Abschnitt mit einem Link zu einer Datenschutzerklärung, in der ausführlicher erläutert wird, welche Daten App-Entwickler erfassen und wie sie sie verwenden.

Während Shopify es Ihnen so leicht wie möglich machen möchte, die Datenpraktiken der Apps zu beurteilen, die Sie installieren möchten, liegt es an Ihnen, sicherzustellen, dass Sie Apps von Drittanbietern so verwenden, dass die DSGVO eingehalten wird.

Denken Sie über die folgenden Fragen nach:

  • Abhängig von Ihrem Standort, den Standorten Ihrer Kunden, den Standorten Ihrer App-Entwickler und Ihrer Implementierung jeder einzelnen App verwenden Sie die Apps von Drittanbietern so, dass die DSGVO eingehalten wird? Konsultieren Sie einen Anwalt, wenn Sie Fragen dazu haben, ob die Datenpraktiken einer bestimmten App zusätzliche Überlegungen erfordern, bzw. sorgen Sie Ihrerseits dafür, dass die DSGVO eingehalten wird.

Internationale Datenübertragungen

Die DSGVO verbietet den Export persönlicher Daten von Europäern außerhalb Europas. Es sei denn, diese Informationen werden ausreichend geschützt.

Shopify schützt persönliche Daten gemäß den Anforderungen der DSGVO, wenn sie in die Vereinigten Staaten und nach Kanada übertragen und dort verarbeitet werden.

Shopify hat seine Datenströme so eingerichtet, dass diese Anforderungen für Händler erfüllt werden. Wie in Abschnitt 12 der Shopify Datenschutzrichtlinien beschrieben, werden alle europäischen persönlichen Daten, die ursprünglich von Händlern erhalten werden, in Irland von Shopifys irischer Tochtergesellschaft Shopify International Ltd. verarbeitet. Shopify überträgt diese Daten dann in Übereinstimmung mit der DSGVO:

DSGVO internationale Datenübertragungen

Weitere Informationen darüber, wie persönliche Daten aus dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) gemäß den DSGVO-Standards und Best Practices für Informationssicherheit von Shopify empfangen und verarbeitet werden, finden Sie im Whitepaper von Shopify zur DSGVO.

Denken Sie über die folgenden Fragen nach:

Haben Sie sich vergewissert, dass andere Parteien, an die Sie Daten übermitteln, diese Daten über die internationalen Grenzen in Übereinstimmung mit der DSGVO übertragen werden? Sie können dies tun, indem Sie sich die Datenschutzrichtlinien Ihrer Drittanbieter-Apps, Kanäle, Zahlungsgateways oder anderer Anbieter ansehen und prüfen, ob sie erklären, wie sie europäische Daten schützen.

Laden Sie das Whitepaper von Shopify zur DSGVO herunter

Um weitere Informationen darüber zu erhalten, wie Shopify den Vorgaben der DSGVO entspricht, und um sicherzustellen, dass Sie in Bezug auf Ihre Verwendung von Shopify ebenfalls in der Lage sind, diese zu erfüllen, laden Sie das Whitepaper-Dokument von Shopify zur DSGVO herunter.

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