Dropshipping / Direktversand

Wenn du Produkte mit Dropshipping über Shopify vertreibst, musst du dabei die entsprechenden Gesetze und Vorschriften einhalten, wie sie für den Verkauf der Produkte als Einzelhändler gelten. Diese Gesetze und Vorschriften hängen von der Region ab, in der sich dein Shop befindet, sowie von den Regionen, in denen du verkaufst. Nutze die Informationen auf dieser Seite, um mehr über Richtlinien, Gesetze und Vorschriften zu erfahren, die möglicherweise für dein Unternehmen gelten.

Was ist Dropshipping?

Dropshipping ist eine Fulfillment-Methode, bei der ein Händler die von ihm verkauften Produkte nicht auf Lager hat. Stattdessen kauft er einen benötigten Artikel von einem Drittanbieter und lässt ihn direkt an den Kunden liefern. Daher muss der Händler das Produkt während einzelner Transaktionen nicht direkt bearbeiten. Erfahre mehr über Dropshipping.

Produktsicherheit

Wenn du Produkte mit Dropshipping versendest, liegt es in deiner Verantwortung sicherzustellen, dass du nur sichere Produkte zum Verkauf anbietest. Führe daher vor dem Dropshipping eines Produkts die folgenden Sicherheitsüberprüfungen aus:

  • Überprüfe alle entsprechenden Gesetze zur Produktsicherheit.
  • Stelle sicher, dass deine Produkte über die richtigen Lizenzen, Zertifizierungen, Kennzeichnungen, Sicherheitshinweise oder andere Dokumentationen, wie Anweisungen, in jeder Gerichtsbarkeit verfügen, in der du diese Produkte verkaufen möchtest.
  • Stelle sicher, dass alle Sicherheitswarnungen und Anweisungen in der offiziellen Sprache der Gerichtsbarkeit verfasst sind, in der das Produkt verkauft wird.

Selbst wenn du in einer Gerichtsbarkeit über entsprechende Lizenzierungen oder Zertifizierungen verfügst, muss dies nicht bedeuten, dass diese Lizenzen oder Zertifizierungen in andere Gerichtsbarkeiten übertragbar sind. Da die Produktsicherheitsgesetze je nach Gerichtsbarkeit variieren, solltest du einen Anwalt konsultieren, bevor du Produkte zum Verkauf in einem neuen Markt anbietest.

Wenn du ein Händler bist, der Produkte in den Vereinigten Staaten verkauft, solltest du die Ressourcen für Kleinunternehmen und den Regulatory Robot (Roboter für rechtlichen Rahmen) der Consumer Product Safety Commission nutzen, um die sicherheitsrelevanten Anforderungen zu identifizieren, die für deine Produkte wichtig sein könnten.

Wenn du ein Händler mit Sitz im Europäischen Wirtschaftsraum bist oder wenn Verbraucher im Europäischen Wirtschaftsraum deine Zielgruppe sind, gelten EU-Gesetze für dich. Du solltest dich in den folgenden Ressourcen informieren, um wichtige Sicherheitsanforderungen zu identifizieren, die für deine Produkte gelten können:

Erhalte mehr Informationen über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) und Verbindungen zur Europäischen Union.

Produkthaftung

Im Rahmen der Dropshipping-Fulfillment-Methode bearbeitest du zwar Produkte nicht direkt, musst jedoch möglicherweise für Artikel haften, die nicht den Sicherheitsstandards in einer Gerichtsbarkeit entsprechen, in die du deine Produkte verkaufst.

Stelle sicher, dass du nur mit seriösen Lieferanten arbeitest, wenn du Produkte mit Dropshipping verkaufst. Folgende Aspekte können dir bei der Auswahl eines seriösen Lieferanten helfen:

  • Lies die Bewertungen eines potenziellen Lieferanten.
  • Lies die Richtlinien des Lieferanten.
  • Sprich mit dem Lieferanten über sein Geschäft.
  • Kaufe Produkte vom Lieferanten, damit du deren Qualität beurteilen kannst.
  • Bestelle Produkte beim Lieferanten, damit du nachverfolgen kannst, wie lange die Bearbeitung und der Versand einer Bestellung dauert und wie die tatsächliche Lieferzeit eines Artikels aussieht.

Produktrückrufe

Ein Produktrückruf ist eine Maßnahme, bei der fehlerhafte oder unsichere Waren von Verbrauchern zurückgerufen werden. Solche Rückrufaktionen ergeben sich häufig aufgrund von Sicherheitsbedenken bezüglich eines Herstellungsfehlers. Zu einem Produktrückruf kann es kommen, wenn ein Unternehmen sein Produkt einer zuständigen Regierungsbehörde meldet oder nachdem diese Behörde eine Meldung von Verbrauchern oder anderen Quellen erhält.

Jeder, der Verbraucherprodukte herstellt, importiert, vertreibt oder verkauft, sollte sich seiner Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten gemäß den Gesetzen zum Produktrückruf in jeder Gerichtsbarkeit, in der er seine Geschäfte betreibt, bewusst sein.

Es liegt in deiner Verantwortung, Rückrufe von Produkten in jeder Gerichtsbarkeit zu verfolgen, in der du deine Produkte verkaufen möchtest, und sicherzustellen, dass du keine Produkte zum Verkauf anbietest, die einer Rückrufaktion unterliegen.

Wenn du ein Produkt verkauft hast, das später in eine Rückrufaktion fällt, musst du dieses Produkt sofort aus deinem Onlineshop entfernen. Wenn es gesetzlich vorgeschrieben ist, musst du Kunden, die dieses Produkt gekauft haben, möglicherweise benachrichtigen und sie über die nächsten Schritte informieren.

Wenn du Kenntnis darüber erlangst, dass ein Produkt, das du verkaufst, einen möglichen gesundheits- oder sicherheitsgefährdenden Mangel aufweist, solltest du deinen Rechtsbeistand konsultieren, um in Erfahrung zu bringen, ob du gesetzlich verpflichtet bist, diese Informationen an die entsprechende Regierungsbehörde zu melden. Kommt es zu einer Meldung, prüft die Behörde deinen Bericht und entscheidet, ob ein Rückruf erforderlich ist.

Wenn du der Meinung bist, dass du zukünftig Rückrufaktionen durchführen musst, solltest du überlegen, ob du einen Rückrufplan haben solltest. Ein gut durchdachter und ausgeführter Rückrufplan kann deine Kunden vor möglichen Schäden schützen und die Auswirkungen auf dein Unternehmen minimieren.

Schutz geistigen Eigentums

Shopify unterstützt den Schutz geistigen Eigentums und empfiehlt dir, dasselbe zu tun. Die Nutzungsbedingungen von Shopify verbieten das Posten oder Hochladen von Inhalten, die gegen das Urheberrecht oder Markenrechte anderer verstoßen.

Wenn du Produkte mit Dropshipping vertreibst, solltest du berücksichtigen, ob der entsprechende Lieferant urheberrechtlich bzw. markenrechtlich geschützte Waren und Markenwaren anbietet. Um Verstöße gegen geistiges Eigentum zu vermeiden, solltest du immer sicherstellen, dass du Produkte von einem autorisierten Händler oder direkt vom Hersteller kaufst. Bei den folgenden Produktkategorien kann das Risiko höher sein, dass es sich um urheberrechtlich bzw. markenrechtlich geschützte Waren und Markenwaren handelt:

  • Bekleidung
  • Designertaschen
  • Uhren
  • Kosmetik
  • Elektroartikel
  • Spielzeug

Wenn sich herausstellt, dass du gefälschte Waren verkaufst oder gegen das geistige Eigentum von Dritten verstößt, besteht die Gefahr, dass du von Shopify offline genommen wirst. Erfahre mehr über Urheberrechtskonflikte und Markenkonflikte.

Versand- und Bearbeitungszeiten

Gemäß den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Shopify musst du deinem Onlineshop aktuelle und korrekte Bearbeitungs- und Versandinformationen hinzufügen, die öffentlich zugänglich sind. Wenn du keine aktuellen und genauen Lieferzeiten für deine Bestellungen bereitstellst, kann dein Onlineshop-Konto deaktiviert werden. Wenn dein Konto deaktiviert wird, kannst du möglicherweise keine Bestellungen mehr bearbeiten oder nicht mehr auf deinen Onlineshop zugreifen.

Bevor dein Kunde einen Kauf abschließt, sollte er über genaue Informationen zur Lieferzeit seiner Bestellung verfügen. Stelle sicher, dass du deinen Kunden entsprechend informierst, sollte es nach einem Verkaufsabschluss zu einer Änderung oder Verzögerung bei seiner Bestellung kommen.

Wenn du die Dropshipping-Fulfillment-Methode verwendest, solltest du deinen Kunden mitteilen, dass Produkte von einem Drittanbieter an einem anderen Standort versendet werden. Bevor du einen Dropshipping-Lieferanten auswählst, solltest du die Produkte bei diesem Lieferanten bestellen. So kannst du ermitteln, wie lange die Bearbeitung und der Versand einer Bestellung dauert und wie die tatsächliche Lieferzeit eines Artikels aussieht.

Wenn du ein Händler mit Sitz im Europäischen Wirtschaftsraum bist oder wenn Verbraucher im Europäischen Wirtschaftsraum deine Zielgruppe sind, gelten EU-Gesetze für dich. Du solltest dich in den folgenden Ressourcen informieren, um wichtige Versand- und Lieferinformationen zu identifizieren, die du deinen Kunden zur Verfügung stellen solltest:

Verarbeitung von Rückzahlungen

Gemäß den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Shopify musst du in deinem Onlineshop aktuelle, genaue und öffentlich zugängliche Informationen zum Widerrufsrecht bereitstellen. Dein Widerrufsrecht sollte die folgenden Informationen enthalten:

  • Den Zeitraum, innerhalb dessen ein Produkt zurückgegeben werden muss.
  • Die Adresse, an die eine Rückgabe gesendet werden muss.
  • Informationen über die Kosten für die Rückgabe eines Produkts und darüber, wer die Rückgabe bezahlt.
  • Informationen darüber, inwiefern der Zeitdauer bis zum Erhalt einer Rückerstattung davon abhängt, wo sich der Kunde in Bezug auf deinen Standort befindet.
  • Kontaktinformationen, über die ein Kunde dich kontaktieren kann, wenn er eine Rückerstattung nicht pünktlich erhält.

Wenn du ein Händler mit Sitz im Europäischen Wirtschaftsraum bist oder wenn Verbraucher im Europäischen Wirtschaftsraum deine Zielgruppe sind, gelten EU-Gesetze für dich. In deinem Widerrufsrecht musst du diesen Verbrauchern auch Informationen über ihre grundlegenden Rechte zur Verfügung stellen, darunter das Recht auf Widerruf und Warenkonformität. Zum Beispiel haben Verbraucher in der Regel nach der Lieferung eines online gekauften Produkts 14 Tage Zeit, um zu entscheiden, ob sie das Produkt gegen eine vollständige Rückerstattung zurückgeben möchten.

Informiere dich in den folgenden Ressourcen über die Verbraucherrechte im Europäischen Wirtschaftsraum:

Du solltest die Gesetze deiner Gerichtsbarkeit und der Gerichtsbarkeit deiner Kunden auf rechtliche Anforderungen in Bezug auf Rückerstattungen überprüfen. Wenn du kein aktuelles und genaues Widerrufsrecht bereitstellst, kann dein Onlineshop-Konto deaktiviert werden. Wenn dein Konto deaktiviert wird, kannst du möglicherweise keine Bestellungen mehr bearbeiten oder nicht mehr auf deinen Onlineshop zugreifen.

Preise inklusive Kosten

Wenn du die Dropshipping-Fulfillment-Methode verwendest, um Produkte aus dem Ausland in ein anderes Land zu importieren, ist es wichtig, dass du genau angibst, dass diese Produkte importiert werden und möglicherweise einer Zollabfertigung unterliegen. Es empfiehlt sich, alle Gebühren vor dem Checkout auflisten.

Wenn du ein Händler mit Sitz im Europäischen Wirtschaftsraum bist oder wenn Verbraucher im Europäischen Wirtschaftsraum deine Zielgruppe sind, gelten EU-Gesetze für dich. Du musst Verbrauchern im Europäischen Wirtschaftsraum auch Informationen über den Gesamtpreis von Waren und Dienstleistungen zur Verfügung stellen, ggf. einschließlich Steuern, Versand- und Zustellungskosten.

Informiere dich in den folgenden Ressourcen über die Verbraucherrechte im Europäischen Wirtschaftsraum:

Ressourcen

Online findest du spezifische Informationen zur Produktsicherheit, z. B. in den folgenden Ressourcen:

Online findest du spezifische Informationen zu Produktrückrufen, z. B. in den folgenden Ressourcen:

Online findest du spezifische Informationen zu Rückerstattungen, z. B. in den folgenden Ressourcen:

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