Betrugs- und Streitfallüberwachungsprogramme
Im Rahmen deiner finanziellen Verpflichtungen gegenüber Kartennetzwerken wie Visa und Mastercard musst du Zahlungsanfechtungen (auch als Rückbuchungen und Anfragen bezeichnet) und Betrug in deinem Shop auf einem akzeptablen Niveau halten. Wenn die Anzahl der Anfechtungen oder das Ausmaß an Betrug die von den Kartennetzwerken festgelegten Schwellenwerte überschreiten, wirst du möglicherweise in ein Programm zur Überwachung von Anfechtungen oder Betrug aufgenommen. Im Rahmen dieser Programme können monatliche Strafgebühren und zusätzliche Gebühren anfallen. Dein Shop kann auch nach Standards bewertet werden, die über diesen Schwellenwerten der Netzwerke liegen, und es können Maßnahmen für dein Konto ergriffen werden, bevor du diese erreichst. Mehr Informationen zu den Risikostandards von Shopify Payments und Schwellenwerten von Kartennetzwerken.
Visa bewertet deine Aktivitäten monatlich anhand der in den Überwachungsprogrammen festgelegten prozentualen Schwellenwerte. Wenn Visa dich in ein Programm aufnimmt, wirst du unter der Adresse des/der Shop-Inhaber:in benachrichtigt. Du hast 12 Monate Zeit, die Schwellenwerte einzuhalten, andernfalls kann Visa deine Fähigkeit, Visa-Zahlungen zu akzeptieren, einschränken.
Dieser Leitfaden beschreibt die Rückbuchungs- und Betrugsüberwachungsprogramme von Mastercard und Visa, Frühwarnungen vor Betrug (EFWs) und frühere Rückbuchungs- und Betrugsüberwachungsprogramme, die eingestellt wurden.
Auf dieser Seite
- Frühwarnungen vor Betrug (EFWs)
- Visa Acquirer Monitoring Program (VAMP)
- Visa Fraud Monitoring Program (VFMP) für 3D-Secure-Transaktionen
- Visa Merchant Screening Service (VMSS)
- Mastercard Excessive Chargeback Program (ECP)
- Mastercard Excessive Fraud Merchant (EFM) Compliance Program
- Mastercard Alert to Control High-risk (MATCH)
- Eingestellte Überwachungsprogramme für Anfechtungen und Betrug
Frühwarnungen vor Betrug (EFWs)
Frühwarnungen vor Betrug (EFWs) sind Meldungen aus den TC40-Berichten von Visa und den SAFE-Berichten (System to Avoid Fraud Effectively) von Mastercard, die Kartenherausgeber in diesen Netzwerken generieren, um Zahlungen zu kennzeichnen, bei denen sie Betrugsverdacht haben. Die Netzwerke verpflichten Kartenherausgeber, Betrugsfälle zu melden. Diese Anforderung hat jedoch keinen Einfluss auf die Entscheidung eines Herausgebers, ob eine Anfechtung eingeleitet wird oder nicht.
EFWs können bei erstatteten Transaktionen auftreten. Das einzige Szenario, in dem kein Betrugsbericht für eine erstattete Transaktion erfolgt, ist, wenn die Rückerstattung als Stornierung innerhalb von 2 Stunden nach der Zahlungserfassung verarbeitet wird.
Obwohl es sich um eine Frühwarnung vor Betrug handelt, ist es möglich, eine EFW zu erhalten, nachdem du bereits eine betrugsbedingte Anfechtung für einen Betrag erhalten hast. Dies liegt im Allgemeinen daran, dass die Systeme, die die Netzwerke zur Verarbeitung von EFWs verwenden, von den Systemen zur Verarbeitung von Anfechtungen getrennt sind und die Systeme nicht unbedingt synchronisiert sind.
Visa Acquirer Monitoring Program (VAMP)
VAMP identifiziert potenziellen Betrug anhand bestimmter Kennzahlen. Wenn du den Schwellenwert der VAMP-Kennzahl oder den Schwellenwert der VAMP-Enumerationskennzahl erreichst, wirst du in das Überwachungsprogramm aufgenommen. Wenn du die VAMP-Kennzahl oder die VAMP-Enumerationskennzahl erreichst, wirst du benachrichtigt, dass du bei VAMP registriert bist. Wenn du über einen längeren Zeitraum bei VAMP registriert bist, kann deine Nutzung von Shopify Payments eingeschränkt werden.
Sieh dir die folgenden Informationen an, um die verschiedenen Arten von Kennzahlen, die VAMP verwendet, und deren Berechnung zu verstehen.
VAMP-Anzahl
Die VAMP-Anzahl ist die Gesamtzahl der Anfechtungen und Betrugsfälle in deinem Konto, ausgenommen Point of Sale-Transaktionen. Die Anzahl umfasst die folgenden zwei Komponenten:
- Anfechtungen: Alle Zahlungsanfechtungen, sowohl betrügerische als auch nicht-betrügerische, wie im TC15-Reporting von Visa identifiziert. Dazu gehören Rückbuchungen und Anfragen.
- Betrug: Frühwarnungen vor Betrug (EFWs) aus den TC40-Berichten von Visa. Betrügerische Transaktionen können zu Rückbuchungen eskalieren und bei erstatteten Transaktionen auftreten.
VAMP-Kennzahl
Die VAMP-Kennzahl wird berechnet, indem die VAMP-Anzahl durch die Gesamtzahl der verarbeiteten Transaktionen geteilt wird. Betrugsmeldungen werden anhand von Daten aus Frühwarnungen vor Betrug (EFW) aus dem TC40-Reporting von Visa definiert. Anfechtungen treten auf, wenn Kund:innen eine Anfrage oder Rückbuchung veranlassen. Mögliche Gründe, warum Kund:innen eine Anfrage oder Rückbuchung veranlassen könnten, sind unter anderem Betrugsverdacht, Nichterhalt des bezahlten Produkts oder der Erhalt eines beschädigten Produkts. Visa nimmt Unternehmen in VAMP auf, wenn ihre Kennzahl einen monatlichen Mindestwert von 1.000 kombinierten betrügerischen und nicht-betrügerischen Anfechtungen erreicht.
VAMP-Enumerationskennzahl
Die VAMP-Enumerationskennzahl wird berechnet, indem die Anzahl der monatlichen enumerierten Transaktionen durch die Gesamtzahl der verarbeiteten Transaktionen geteilt wird. Enumerierte Transaktionen treten auf, wenn Betrüger:innen Kombinationen von Kartenwerten wie Primärkontonummer (PAN), Kartenprüfwert (CVV2), Ablaufdatum und Postleitzahl eingeben, bis sie eine legitime Kombination finden. Visa identifiziert Unternehmen, wenn ihre VAMP-Enumerationskennzahl einen Mindestwert von 300.000 enumerierten Transaktionen und eine Enumerationskennzahl von 20 % erreicht.
VAMP-Kennzahlen und zugehörige Schwellenwerte
Unsere Banking-Partner benachrichtigen Shopify, wenn deine Kennzahlen ein Risiko für die Aufnahme in VAMP darstellen. VAMP nimmt nur Konten auf, die als „Excessive“ (übermäßig) eingestuft werden, wenn deren Anzahl und Raten bestimmte Schwellenwerte überschreiten. Sobald die Kennzahl unter den Schwellenwert fällt, wird das Konto von VAMP aus dem Programm entlassen.
Sieh dir die folgenden Informationen zu den Arten von Kennzahlen und deren Schwellenwerten an.
| Art der Kennzahl | Datum des Inkrafttretens | Schwellenwert der Kennzahl oder Bestellbetrag |
|---|---|---|
| VAMP-Anzahl | 1. Juni 2025 | 150 in Mitteleuropa, dem Nahen Osten und Afrika 1.500 in anderen Regionen |
| VAMP-Kennzahl | 15. Mai 2025 | 2,2 % weltweit (1,5 % in Lateinamerika und der Karibik) 1.500 kombinierte betrugsbedingte und nicht betrugsbedingte Anfechtungen pro Monat |
| 1. April 2026 | 1,5 % weltweit (2,2 % in Mitteleuropa, dem Nahen Osten und Afrika) 150 kombinierte betrugsbedingte und nicht betrugsbedingte Anfechtungen pro Monat | |
| VAMP-Volumen | 1. Juni 2025 | 75.000 USD in Mitteleuropa, dem Nahen Osten und Afrika Nicht zutreffend in anderen Regionen |
| VAMP-Enumerationskennzahl | 15. Mai 2025 | 20 % 300.000 erfasste Transaktionen |
Visa Fraud Monitoring Program (VFMP) für 3D-Secure-Transaktionen
Visa hat ein VFMP-Programm speziell für US-Unternehmen, die übermäßig viele inländische 3D-Secure-Betrugsfälle auf ihrem Konto haben. Wenn du deinen Sitz in den Vereinigten Staaten hast, überprüft Visa zu Beginn jedes Monats deine Aktivitäten des Vormonats, um festzustellen, ob die festgelegten Schwellenwerte überschritten werden. Wenn der Betrag des 3D-Secure-Betrugs ein bestimmtes Volumen oder eine bestimmte Rate übersteigt, geht die Haftung für Anfechtungen auf dich als Geschäftsinhaber:in über, anstatt auf den Kartenherausgeber.
VFMP-Volumen- und Raten-Schwellenwerte
US-Unternehmen werden in das 3DS VFMP aufgenommen, wenn sie die Schwellenwerte für alle der folgenden Kriterien erreichen oder überschreiten:
- Betrugsvolumen: Der Gesamtbetrag der inländischen betrügerischen Visa-3DS-Transaktionen in USD.
- Betrugsrate: Der Gesamtprozentsatz der betrügerischen Transaktionen im Vergleich zur Gesamtzahl der inländischen 3DS-Transaktionen.
VFMP-Warnungen und -Bußgelder
Sieh dir die folgenden Informationen an, um die Warnungen, die du bei jedem Betrugsvolumen und jeder Betrugsrate erhältst, und die damit verbundenen Bußgelder zu verstehen.
| Überwachungsstufe | Betrugsvolumen | Betrugsrate | Bußgelder |
|---|---|---|---|
| Frühwarnung | 50.000 USD | 0,5 % | Du erhältst keine Strafgebühren. Es können Maßnahmen ergriffen werden, um das Ausmaß an Betrug zu reduzieren, bevor Strafgebühren anfallen. Mehr Informationen zu frühzeitigen Betrugswarnungen (EFWs). |
| Standard | 75.000 USD | 0,9 % | Du erhältst keine Bußgelder, verlierst aber die Haftungsverschiebung für 3D Secure-Transaktionen. Die Haftungsverschiebung wird erst wiederhergestellt, wenn du das Programm durch die Reduzierung der Betrugsrate und den Abschluss eines dreimonatigen Tracking-Zeitraums verlässt. |
Visa Merchant Screening Service (VMSS)
VMSS ist die Datenbank von Visa für gekündigte Händlerakten (TMFs). Sie enthält Informationen über Konten, die von Kreditkartenabwicklern auf der ganzen Welt aufgrund hoher Rückbuchungsquoten oder Verstößen gegen die Regeln der Kartenmarken gekündigt wurden.
Kriterien für die VMSS-Qualifikation
Wenn eine Geschäftsbeziehung zwischen einem Unternehmen und einem Kreditkartenabwickler endet, stellt der Abwickler fest, ob das Unternehmen die Kriterien für eine Aufnahme in die VMSS erfüllt.
Wenn VMSS-Kriterien erfüllt sind, muss der Abwickler Informationen über das gekündigte Unternehmen zur VMSS hinzufügen.
Qualitative Kriterien der VMSS
Die meisten VMSS-Begründungscodes beziehen sich auf Verstöße gegen die Regeln von Kartennetzwerken, einschließlich illegaler Aktivitäten.
| Code | Grund | Beschreibung |
|---|---|---|
| 23 | Transaktionswäsche | Der Händler oder Drittanbieter-Agent hat die Quelle der eingereichten Transaktionen falsch dargestellt (nicht autorisierte Aggregation) oder Transaktionen im Namen eines anderen Händlers eingereicht (Factoring). |
| 24 | Illegale Transaktionen | Der Händler oder Drittanbieter-Agent hat ungesetzliche oder verbotene Transaktionen in das Zahlungssystem eingereicht. |
| 25 | Identifizierung im Visa-Risiko-Compliance-Programm | Dem Händler oder Drittanbieter-Agenten wurde nach Ermessen des Acquirers nach der Identifizierung in einem Visa-Risiko-Compliance-Programm gekündigt und die Mängel wurden nicht ausreichend behoben. |
| 26 | Kollusion von Händlern | Der Händler oder Drittanbieter-Agent hat kollusiv gehandelt, um Betrug zu begehen. |
| 27 | Gemeinsamer Kaufpunkt (CPP) | Der Händler oder Drittanbieter-Agent wurde als ein Standort identifiziert, an dem Kontodaten aus legitimen Transaktionen kompromittiert wurden, um sie für nachfolgende betrügerische Aktivitäten (einschließlich Skimming) zu verwenden, und die Mängel wurden nicht ausreichend behoben. |
| 28 | Verurteilung wegen Betrugs | Die Haupteigentümer:innen einer Händler-Verkaufsstelle oder eines Drittanbieter-Agenten wurden wegen eines Betrugsdelikts verurteilt. |
| 29 | Konkurs, Liquidation oder Insolvenz | Der Händler oder Drittanbieter-Agent kann seinen finanziellen Verpflichtungen aufgrund eines potenziellen oder tatsächlichen Konkurses, einer Insolvenz oder der Einstellung der Geschäftsaktivitäten nicht nachkommen. |
| 30 | Verstoß gegen die Händler- oder Drittanbieter-Vereinbarung | Der Händler oder Drittanbieter-Agent hat gegen seine Vereinbarung verstoßen. |
| 31 | Verstoß gegen die Visa-Regeln | Der Händler oder Drittanbieter-Agent hat gegen die Visa-Regeln verstoßen und dadurch den Acquirer des Zahlungssystems einem unangemessenen Risiko ausgesetzt. |
| 32 | Nichteinhaltung des Programms zur Sicherheit von Kontoinformationen | Der Händler oder Drittanbieter-Agent hat die Anforderungen des Payment Card Industry Data Security Standard (PCI DSS) oder des Payment Application Data Security Standard (PA-DSS) nicht eingehalten. |
| 33 | Kompromittierung von Kontodaten | Bei dem Händler oder Drittanbieter-Agenten kam es zu einer Datenschutzverletzung, die direkt oder indirekt zu einer unbefugten Offenlegung von Zahlungskonto- oder Transaktionsinformationen führte. |
| 34 | Identitätsdiebstahl bei Händlern | Der Händlerantrag wurde unter Verwendung von Informationen von Haupteigentümer:innen oder leitenden Angestellten eingereicht, die Personen gehören, die niemals Partei der Händlervereinbarung waren. |
| 35 | Ausschluss aus dem Visa-Zahlungssystem | Visa hat den Händler oder Drittanbieter-Agenten von der Teilnahme am Visa-Zahlungssystem ausgeschlossen. |
Quantitative Kriterien der VMSS
Für zwei VMSS-Begründungscodes gibt es spezifische numerische Schwellenwerte, die von Visa definiert werden und festlegen, wann Abwickler Konten zur VMSS-Liste hinzufügen müssen.
Diese Begründungscodes, die sich auf Rückbuchungs- und Betrugsaktivitäten auf einem Konto beziehen, sind die häufigsten Gründe für eine Aufnahme in die VMSS und können auch Unternehmen betreffen, die keine illegalen oder gegen die Regeln verstoßenden Aktivitäten ausüben.
| Code | Grund | Beschreibung |
|---|---|---|
| 21 | Übermäßiger Betrug | Der Händler oder Drittanbieter-Agent hat übermäßig viele betrügerische Transaktionen (Betrugsbetrag von 250.000 USD und ein Verhältnis von Betrug zu Umsatz von 1,8 % (180 Basispunkte) in einem einzigen Monat) in das Zahlungssystem eingereicht und die Mängel nicht ausreichend behoben. |
| 22 | Übermäßige Anfechtungen | Der Händler oder Drittanbieter-Agent hat übermäßig viele Anfechtungen (1.000 Anfechtungen und ein Verhältnis von Anfechtungen zu Umsatz von 1,8 % (180 Basispunkte) in einem einzigen Monat) in das Zahlungssystem eingebracht und die Mängel nicht ausreichend behoben. |
Entfernung aus der VMSS
Shopify kann die Informationen eines Kontos normalerweise nicht auf Anfrage aus dem VMSS entfernen. Ein Abwickler kann einen VMSS-Eintrag nur entfernen, wenn der Abwickler das Unternehmen irrtümlich zum VMSS hinzugefügt hat.
Nächste Schritte, wenn du in der VMSS aufgeführt bist
Wenn du in der VMSS aufgeführt bist, erfährst du dies möglicherweise erst, wenn du versuchst, dich bei einem neuen Abwickler zu registrieren. Die VMSS wird von Abwicklern während des Antragsverfahrens nur als Informationsinstrument verwendet. Das Vorhandensein eines VMSS-Eintrags führt oft zur Ablehnung eines Antrags. Wenn du in der VMSS aufgeführt bist, musst du dich an deinen bisherigen Abwickler wenden, um herauszufinden, warum deine Informationen zur VMSS hinzugefügt wurden. Die VMSS-Kriterien werden von Visa festgelegt und die Abwickler sind verpflichtet, diese Kriterien zu befolgen.
Shopify kann ein Unternehmen, das die Kriterien für übermäßige Rückbuchungen erfüllt, nicht entfernen, auch wenn das Unternehmen beispielsweise die Probleme löst, die zu den Rückbuchungen führen.
Aufgrund von Einschränkungen durch Bankpartner kann Shopify in der Regel keine Zahlungen für Unternehmen abwickeln, die auf der VMSS-Liste stehen. Ausnahmen gelten nur bei mildernden Umständen, wie zum Beispiel bei einem seriösen Unternehmen, dessen Identitätsinformationen zuvor gestohlen wurden.
Mastercard Excessive Chargeback Program (ECP)
Unternehmen werden in das ECP eingestuft, wenn sie die Schwellenwerte für beide der folgenden Bedingungen erreichen oder überschreiten:
- Anzahl der Anfechtungen: Die Gesamtzahl der Transaktionen, die angefochten wurden.
- Anfechtungsquote: Der Gesamtprozentsatz der angefochtenen Transaktionen im Vergleich zur Gesamtzahl der Transaktionen.
Sieh dir die folgenden Informationen an, um die verschiedenen Überwachungsstufen bei jeder Anfechtungsanzahl und -quote sowie die damit verbundenen Strafen zu verstehen.
| Überwachungsstufe | Anzahl der Anfechtungen | Anfechtungsquote | Bußgelder |
|---|---|---|---|
| ECM | 100–299 | 1,5 % bis 2,99 % |
|
| HECM | 300+ | 3 % |
|
Mastercard Excessive Fraud Merchant (EFM)-Compliance-Programm
Das Verfahren von Mastercard zur Feststellung, ob ein Unternehmen in das EFM-Programm eingestuft wird, ähnelt den Berechnungen für das ECP. Der Unterschied besteht darin, dass die Rate der betrügerischen Rückbuchungen nur unter Verwendung von betrügerischen Rückbuchungen berechnet wird.
Unternehmen werden in das EFM-Programm aufgenommen, wenn sie die Schwellenwerte für alle der folgenden Kriterien erreichen oder überschreiten:
- Anzahl der Zahlungen: Die Gesamtzahl der E-Commerce-Zahlungen mit Mastercard.
- Betrugsvolumen: Der Gesamtbetrag der betrügerischen Rückbuchungen in USD, berechnet unter Verwendung der Codes 4837 und 4863 für den Anfechtungsgrund.
- Betrugsquote: Der Gesamtprozentsatz betrügerischer Transaktionen im Vergleich zur Gesamtzahl der Transaktionen.
- 3DS-Quote: Der Gesamtprozentsatz der 3DS-Mastercard-Zahlungen im Vergleich zur Gesamtzahl der Zahlungen.
Sieh dir die folgenden Informationen an, um die verschiedenen Schwellenwerte für die Anzahl der Zahlungen, das Betrugsvolumen, die Betrugs-Rückbuchungsrate, die Gesamt-3DS-Zahlungsraten und die damit verbundenen Strafen zu verstehen.
| Anzahl der Zahlungen größer als | Betrugsvolumen größer als | Betrugs-Rückbuchungsrate größer als | Gesamt-3DS-Quote kleiner als | Bußgelder |
|---|---|---|---|---|
| 1.000 oder mehr | 50.000 USD oder mehr | 0,50 % oder mehr |
|
|
Mastercard Alert to Control High-risk (MATCH)
MATCH ist die Datenbank von Mastercard für Terminated Merchant Files (TMFs). Die Datenbank enthält Informationen über Konten, die von Kreditkartenverarbeitern weltweit aufgrund hoher Rückbuchungsraten oder Verstößen gegen die Regeln der Kartenmarken geschlossen wurden.
Kriterien für die MATCH-Qualifizierung
Wenn die Beziehung zwischen einem Unternehmen und einem Kreditkartenabwickler endet, muss der Abwickler feststellen, ob das Unternehmen die Kriterien für eine Aufnahme in die MATCH-Liste erfüllt.
Wenn die MATCH-Kriterien erfüllt sind, muss der Abwickler die Informationen über das Unternehmen innerhalb eines Werktages nach der Kündigung zu MATCH hinzufügen bzw. innerhalb eines Werktages, nachdem das Konto nach der Kündigung für MATCH qualifiziert wurde.
Qualitative Kriterien für MATCH
Die meisten MATCH-Kriterien bzw. Begründungscodes beziehen sich auf Verstöße gegen die Regeln des Kartennetzwerks, einschließlich illegaler Aktivitäten und Absprachen.
| Code | Grund | Beschreibung |
|---|---|---|
| 1 | Kompromittierung von Kontodaten | Ein Ereignis, das direkt oder indirekt zum unbefugten Zugriff auf oder zur Offenlegung von Kontodaten führt. |
| 2 | Gemeinsamer Kaufpunkt | Kontodaten werden am Standort des Händlers gestohlen und dann für betrügerische Käufe an anderen Händlerstandorten verwendet. |
| 3 | Geldwäsche | Der Händler war an Geldwäscheaktivitäten beteiligt. Geldwäsche bedeutet, dass ein Händler seinem Acquirer Transaktionsdatensätze vorgelegt hat, bei denen es sich nicht um gültige Transaktionen für den Verkauf von Waren oder Dienstleistungen zwischen diesem Händler und einem/einer echten Karteninhaber:in handelte. |
| 7 | Verurteilung wegen Betrugs | Es gab eine strafrechtliche Verurteilung wegen Betrugs gegen eine:n Hauptinhaber:in oder Partner:in des Händlers. |
| 8 | Mastercard-Prüfungsprogramm für fragwürdige Händler | Der Händler wurde gemäß den im „Mastercard Questionable Merchant Audit Program“ festgelegten Kriterien als fragwürdiger Händler eingestuft. |
| 9 | Konkurs, Liquidation oder Insolvenz | Der Händler war nicht in der Lage oder wird wahrscheinlich nicht mehr in der Lage sein, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. |
| 10 | Verstoß gegen Standards | In Bezug auf einen von einem Mastercard-Acquirer gemeldeten Händler hat der Händler gegen einen oder mehrere Standards verstoßen. Diese beschreiben Verfahren, die vom Händler bei Transaktionen, bei denen Karten verwendet werden, anzuwenden sind. Dazu gehören beispielsweise, aber nicht ausschließlich, die in Kapitel 5 des Mastercard-Regelwerks festgelegten Standards für die Annahme aller Karten, die Anzeige der Logos, Gebühren für Karteninhaber, Beschränkungen für Mindest- oder Höchstbeträge bei Transaktionen und verbotene Transaktionen. |
| 11 | Kollusion von Händlern | Der Händler war an betrügerischen, kollusiven Aktivitäten beteiligt. |
| 12 | Nichtkonformität mit PCI DSS | Der Händler hat die Anforderungen des Payment Card Industry (PCI) Data Security Standard (DSS) nicht erfüllt. |
| 13 | Illegale Transaktionen | Der Händler war an illegalen Transaktionen beteiligt. |
| 14 | Identitätsdiebstahl | Der Acquirer hat Grund zu der Annahme, dass die Identität des geführten Händlers oder seiner Hauptinhaber unrechtmäßig angenommen wurde, um eine Händlervereinbarung abzuschließen. |
Quantitative Kriterien von MATCH
Für zwei MATCH-Begründungscodes gibt es von Mastercard definierte numerische Schwellenwerte, bei deren Erreichen Zahlungsabwickler Konten zu MATCH hinzufügen müssen.
Diese Begründungscodes beziehen sich auf Rückbuchungs- und Betrugsaktivitäten auf einem Konto und sind die häufigsten Gründe für die Aufnahme in MATCH. Diese Begründungscodes können auch Unternehmen betreffen, die nicht an illegalen oder regelwidrigen Aktivitäten beteiligt sind.
| Code | Grund | Beschreibung |
|---|---|---|
| 4 | Übermäßige Rückbuchungen | In Bezug auf einen von einem Mastercard-Acquirer gemeldeten Händler überstieg die Anzahl der Mastercard-Rückbuchungen in einem einzigen Monat 1 % der Anzahl der Mastercard-Verkaufstransaktionen im selben Monat, und diese Rückbuchungen beliefen sich auf insgesamt 5.000 USD oder mehr. |
| 5 | Übermäßiger Betrug | Der Händler hat betrügerische Transaktionen jeglicher Art (gefälscht oder anderweitig) durchgeführt, die den folgenden Mindestmeldestandard erfüllen oder überschreiten: Das Verhältnis von Betrugsvolumen zum Umsatzvolumen des Händlers betrug in einem Kalendermonat 8 % oder mehr, und der Händler hat in diesem Kalendermonat 10 oder mehr betrügerische Transaktionen im Gesamtwert von 5.000 USD oder mehr durchgeführt. |
Zusätzliche Informationen zu übermäßigen Rückbuchungen und Betrug
MATCH-Begründungscodes sind von den Überwachungsprogrammen für Rückbuchungen und Betrug der Kartenmarken Visa und Mastercard getrennt. Die Kriterien für übermäßige Rückbuchungen gelten nur für Aktivitäten mit Mastercard-Karten, auch wenn MATCH von allen großen Kartennetzwerken vorgeschrieben wird.
Wenn keine Streitfall-Aktivität auf einer Mastercard-Karte stattfindet, fließt dies nicht in die MATCH-Raten ein. Andere Kartennetzwerke bitten Unternehmen möglicherweise, sich in MATCH auflisten zu lassen, wenn diese Unternehmen die übermäßigen Stufen ihrer Kartenmarken-Überwachungsprogramme erreichen oder im Rahmen dieser Programme mit Bußgeldern belegt werden.
Bei der Bewertung der MATCH-Berechtigung überprüfen Abwickler alle Transaktionen und Rückbuchungen, die im selben Kalendermonat aufgetreten sind, unabhängig davon, wann die ursprüngliche Transaktion stattgefunden hat.
Wenn ein Unternehmen in einem Kalendermonat die MATCH-Kriterien für übermäßige Rückbuchungen oder Betrug erfüllt, muss der Händler zu MATCH hinzugefügt werden, wenn die Abwicklungsbeziehung beendet wird, auch wenn die Abwicklungsbeziehung nicht in diesem Kalendermonat endet.
Wenn ein Unternehmen beispielsweise nur im Februar die MATCH-Kriterien erfüllt und die Abwicklungsbeziehung im September endet, ist der Zahlungsabwickler dennoch verpflichtet, Informationen zu MATCH hinzuzufügen, auch wenn die qualifizierende Aktivität im Februar stattgefunden hat.
Wenn ein Unternehmen bei der ursprünglichen Kündigung der Beziehung die MATCH-Kriterien nicht erfüllt, kann es sich dennoch für MATCH qualifizieren, wenn die Kriterien nachträglich erfüllt werden. Wenn beispielsweise nach der Kündigung Rückbuchungen eingeleitet werden, kann das Unternehmen zu MATCH hinzugefügt werden.
Beispiel für Qualifikationsdaten
Sieh dir das folgende Beispiel für Transaktionen und Rückbuchungen innerhalb eines Kalendermonats an:
- Anzahl der Mastercard-Transaktionen: 125
- Anzahl der Mastercard-Rückbuchungen: 6
- Verhältnis von Rückbuchungen zu Transaktionen: (6/125) = 4,8 %
- Volumen der Mastercard-Rückbuchungen: 6.250 USD
In diesem Fall würde sich das Unternehmen wegen übermäßiger Rückbuchungen für MATCH qualifizieren, wenn die Abwicklungsbeziehung später beendet wird. Es spielt keine Rolle, ob Rückbuchungen später rückgängig gemacht oder vom Händler gewonnen werden.
Es gibt keine Mindestanzahl von Rückbuchungen für die MATCH-Qualifikation wegen übermäßiger Rückbuchungen.
Zu MATCH hinzugefügte Informationen
Die Kartennetzwerke verlangen, dass die folgenden Informationen zu MATCH hinzugefügt werden, sofern sie verfügbar sind:
- Offizieller Unternehmensname und der Name, unter dem das Unternehmen firmiert (DBA)
- Geschäftsadresse
- Telefonnummer des Unternehmens
- Steuernummer des Unternehmens
- URL des Unternehmens
- Name des Hauptinhabers
- Adresse des Hauptinhabers
- Telefonnummer des Hauptinhabers
- Steuernummer des Hauptinhabers
- Datum der Kontoeröffnung und Datum der Kündigung
- MATCH-Begründungscode
Mastercard prüft nicht die Richtigkeit der MATCH-Einträge.
Entfernung aus MATCH
Der Zahlungsabwickler kann die Informationen eines Kontos nicht auf Anfrage aus MATCH entfernen. Ein Abwickler kann einen MATCH-Eintrag nur unter folgenden Umständen entfernen:
- Wenn der Zahlungsabwickler das Unternehmen irrtümlich zu MATCH hinzugefügt hat.
- Wenn der Eintrag für den MATCH-Begründungscode 12 (PCI DSS) gilt und der Zahlungsabwickler bestätigt hat, dass das Unternehmen nun die PCI DSS-Konformität erfüllt.
Wenn du der Meinung bist, dass einer dieser beiden Fälle zutrifft, musst du dich an den Zahlungsabwickler wenden, der deine Informationen bei MATCH eingetragen hat, um sie entfernen zu lassen. Datensätze bleiben fünf Jahre lang im MATCH-System, bevor sie von Mastercard automatisch gelöscht werden.
Was zu tun ist, wenn du bei MATCH aufgeführt bist
Wenn du bei MATCH aufgeführt wirst, wirst du benachrichtigt, wenn du versuchst, dich bei einem neuen Zahlungsabwickler anzumelden. MATCH wird von den Zahlungsabwicklern während des Antragsverfahrens nur als Informationsinstrument verwendet, aber das Vorhandensein eines MATCH-Eintrags bedeutet oft, dass ein Antrag abgelehnt wird.
Du musst dich an deinen vorherigen Abwickler wenden, um herauszufinden, warum deine Informationen zu MATCH hinzugefügt wurden. MATCH-Kriterien werden von Mastercard festgelegt und Abwickler sind verpflichtet, diese Kriterien zu befolgen. Shopify kann ein Unternehmen, das die Kriterien für übermäßige Rückbuchungen erfüllt hat, nicht entfernen, selbst wenn das Unternehmen beispielsweise die Probleme behoben hat, die zu den Rückbuchungen geführt haben.
Aufgrund von Einschränkungen der Bankpartner kann Shopify in der Regel keine Zahlungen für Unternehmen abwickeln, die in MATCH gelistet sind, es sei denn, es liegen mildernde Umstände vor, wie im Fall eines legitimen Unternehmens, dessen Identitätsinformationen zuvor gestohlen wurden.
Eingestellte Überwachungsprogramme für Anfechtungen und Betrug
Die folgenden Informationen beziehen sich auf die Überwachungsprogramme für Anfechtungen und Betrug, die Visa und Mastercard zuvor verwendet haben, bevor sie VAMP eingeführt haben.
Visa Dispute Monitoring Program (VDMP)
Das VDMP gilt für Unternehmen mit einer ungewöhnlich hohen Anzahl von Rückbuchungen auf ihrem Konto. Anfang jedes Monats überprüft Visa die Aktivitäten des Vormonats, um festzustellen, ob die festgelegten Schwellenwerte überschritten werden.
Unternehmen werden in das VDMP aufgenommen, wenn sie beide der folgenden Schwellenwerte erreichen oder überschreiten:
- Anzahl der Anfechtungen: Die Gesamtzahl der Transaktionen, die angefochten wurden.
- Anfechtungsquote: Der Gesamtprozentsatz der angefochtenen Transaktionen im Vergleich zur Gesamtzahl der Transaktionen.
Sieh dir die folgenden Informationen an, um die Überwachungsstufen für verschiedene Anfechtungsvolumen und -quoten sowie die damit verbundenen Strafen zu verstehen.
| Überwachungsstufe | Anzahl der Anfechtungen | Anfechtungsquote | Bußgelder |
|---|---|---|---|
| Frühwarnung | 75 | 0,65 % | Keine Bußgelder. Es können Maßnahmen ergriffen werden, um die Anzahl der Anfechtungen zu reduzieren, bevor Bußgelder erhoben werden. Mehr Informationen zu EFWs. |
| Standard | 100 | 0,9 % | 1.–4. Monat: Keine Bußgelder. 5.–9. Monat: 50 USD für jede Anfechtung. 10.–11. Monat: 50 USD für jede Anfechtung. Für Unternehmen außerhalb der Europäischen Union fällt eine Überprüfungsgebühr von 25.000 USD an. Für Unternehmen kann eine Prüfung anfallen. Ab dem 12. Monat: 50 USD für jede Anfechtung. Für Unternehmen fällt eine Überprüfungsgebühr von 25.000 USD an. Für Unternehmen kann eine Prüfung anfallen. Nach 12 Monaten können Unternehmen in diesem Programm von Visa disqualifiziert werden. Wenn du disqualifiziert wirst, kannst du keine Visa-Zahlungen mehr abwickeln. |
| Übermäßig | 1.000 | 1,8 % | 1–6 Monate: 50 USD für jeden Streitfall. 7–11 Monate: 50 USD für jeden Streitfall. Für Unternehmen außerhalb der Europäischen Union kann eine Überprüfungsgebühr von 25.000 USD anfallen. 10–11 Monate: 50 USD für jeden Streitfall. Für Unternehmen außerhalb der Europäischen Union kann eine Überprüfungsgebühr von 25.000 USD anfallen. 12+ Monate: 50 USD pro Streitfall. Für Unternehmen kann eine Überprüfungsgebühr von 25.000 USD anfallen. Nach 12 Monaten können Unternehmen von Visa disqualifiziert werden. Wenn du disqualifiziert wirst, kannst du keine Visa-Zahlungen mehr abwickeln. |
Visa Fraud Monitoring Program
Das VFMP gilt für Unternehmen, die übermäßig viele Betrugsfälle auf ihrem Konto aufweisen. Betrug ist definiert als eine Transaktion, die nicht vom Karteninhaber bzw. von der Karteninhaberin autorisiert wurde. Dies ist nicht dasselbe wie eine Rückbuchung, obwohl betrügerische Transaktionen oft zu einer Rückbuchung durch den Karteninhaber bzw. die Karteninhaberin führen. Anfang jedes Monats überprüft Visa die Aktivitäten des Vormonats, um festzustellen, ob die festgelegten Schwellenwerte überschritten werden.
Unternehmen werden in das VFMP aufgenommen, wenn sie beide der folgenden Schwellenwertkriterien erfüllen oder überschreiten:
- Betrugsvolumen: Der Gesamtbetrag der betrügerischen Transaktionen in USD.
- Betrugsquote: Der Gesamtprozentsatz betrügerischer Transaktionen im Vergleich zur Gesamtzahl der Transaktionen.
Sieh dir die folgenden Informationen an, um die verschiedenen Überwachungsstufen bei jedem Betrugsvolumen und jeder Betrugsquote sowie die damit verbundenen Strafen zu verstehen.
| Überwachungsstufe | Betrugsvolumen | Betrugsrate | Bußgelder |
|---|---|---|---|
| Frühwarnung | 50.000 USD | 0,65 % | Du erhältst keine Bußgelder. Du kannst bestimmte Maßnahmen ergreifen, um die Anzahl der Betrugsfälle zu reduzieren, bevor Bußgelder erhoben werden. Mehr Informationen zu EFWs. |
| Standard | 75.000 USD | 0,9 % | US-Unternehmen verlieren sofort die Haftungsumkehr für 3D-Secure-Transaktionen. Unternehmen in anderen Ländern und Regionen verlieren die Haftungsumkehr im 5. Monat. Die Haftungsumkehr wird erst wiederhergestellt, wenn das Programm durch die Reduzierung der Betrugsquoten und den Abschluss des 3-monatigen Tracking-Zeitraums verlassen wird. 1.–4. Monat: Keine Bußgelder. 5.–6. Monat: 25.000 USD. 7.–9. Monat: 50.000 USD. 10.–12. Monat: 75.000 USD. Nach 12 Monaten können Unternehmen von Visa disqualifiziert werden. Wenn du disqualifiziert wirst, kannst du keine Visa-Zahlungen mehr abwickeln. |
| Übermäßig | 250.000 USD | 1,8 % | Unternehmen außerhalb der USA verlieren sofort die Haftungsumkehr für 3D-Secure-Transaktionen. Die Haftungsumkehr wird erst wiederhergestellt, wenn das Programm durch die Reduzierung der Betrugsquoten und den Abschluss des 3-monatigen Tracking-Zeitraums verlassen wird. 1.–3. Monat: 10.000 USD. 4.–6. Monat: 25.000 USD. 7.–9. Monat: 50.000 USD. 10.–12. Monat: 75.000 USD. Ab dem 12. Monat: 75.000+ USD. Nach 12 Monaten können Unternehmen von Visa disqualifiziert werden. Wenn du disqualifiziert wirst, kannst du keine Visa-Zahlungen mehr abwickeln. |
Visa Fraud Monitoring Program für Unternehmen, die digitale Waren verkaufen
Visa hat auch ein VFMP-Programm speziell für Unternehmen, die digitale Waren verkaufen. Dieses Programm betrifft Unternehmen mit den folgenden Geschäftskategorie-Codes:
- 5735 – Plattenläden
- 5815 – Digitale Medien – Bücher, Filme, digitale Kunstwerke/Bilder, Musik
- 5816 – Digitale Waren – Spiele
- 5817 – Digitale Waren – Anwendungen (ausgenommen Spiele)
- 5818 – Digitale Waren – Große Händler für digitale Waren
Anfang jedes Monats überprüft Visa die Aktivitäten des Vormonats, um festzustellen, ob die festgelegten Schwellenwerte überschritten werden.
Unternehmen werden in das VFMP für digitale Waren aufgenommen, wenn sie die Schwellenwerte für alle der folgenden Kriterien erreichen oder überschreiten:
- Betrugsvolumen: Der Gesamtbetrag der betrügerischen Transaktionen in USD.
- Anzahl der Betrugsfälle: Die Gesamtzahl der betrügerischen Transaktionen.
- Betrugsquote: Der Gesamtprozentsatz betrügerischer Transaktionen im Vergleich zur Gesamtzahl der Transaktionen.
Sieh dir die folgenden Informationen an, um die verschiedenen Überwachungsstufen bei jedem Betrugsvolumen und jeder Betrugsquote sowie die damit verbundenen Strafen zu verstehen.
| Überwachungsstufe | Betrugsvolumen | Anzahl der Betrugsfälle | Betrugsrate | Bußgelder |
|---|---|---|---|---|
| Frühwarnung | 15.000 USD | 150 | 0,45 % | Du erhältst keine Bußgelder. Du kannst bestimmte Maßnahmen ergreifen, um die Anzahl der Betrugsfälle zu reduzieren, bevor Bußgelder erhoben werden. Mehr Informationen zu EFWs. |
| Standard | 25.000 USD | 300 | 0,9 % | Unternehmen verlieren die Haftungsumkehr für 3D-Secure-Transaktionen im 5. Monat. Die Haftungsumkehr wird erst wiederhergestellt, wenn das Programm durch die Reduzierung der Betrugsquoten und den Abschluss des 3-monatigen Tracking-Zeitraums verlassen wird. 1.–4. Monat: Keine Bußgelder. 5.–6. Monat: 25.000 USD. 7.–9. Monat: 50.000 USD. 10.–12. Monat: 75.000 USD. Ab dem 12. Monat: 75.000 USD. Nach 12 Monaten können Unternehmen von Visa disqualifiziert werden. Wenn du disqualifiziert wirst, kannst du keine Visa-Zahlungen mehr abwickeln. |